Bank, Versicherung, Steuern

1. Banking

Studium/ Praktika/ Aufenthalt OHNE Einkommen/ Stipendium

Bei Aufenthalten in den USA, die ohne Einkommen durch die Amerikanische Gastbetriebe bzw. Universitäten finanziert werden, kann eine deutsche Kreditkarte unter Umständen für alle nötigen Geldgeschäfte ausreichen. Es ist in diesem Fall allerdings im Voraus abzuklären, ob Vermieter, gewählter Internetanbieter, etc. Barzahlung oder Überweisungen von deutschen Kontos akzeptieren. Ohne Kreditkarte lässt sich das Leben in den USA allerdings kaum bis gar nicht bewältigen.

 

Studium/ Praktika/ Aufenthalt MIT Einkommen/ Stipendium

Wird der Aufenthalt durch Gelder Amerikanischer Betriebe bzw. durch Arbeit an oder Stipendien von der besuchten Schule/Hochschule finanziert, so reicht eine deutsche Kreditkarte in der Regel NICHT aus. Häufig erfolgen Bezahlung und Stipendienauszahlung in den USA noch per Scheck, oder können aus Steuergründen nur auf ein Amerikanisches Konto gebucht werden. Auch akzeptieren viele Unternehmen ausschließlich Überweisungen von amerikanischen Konten. Bei der Entscheidung, ob man in den USA ein Bankkonto eröffnen möchte, sollte man sich demnach folgende Fragen stellen:

  • Rechne ich mit Einkommen? Dann ist das US Konto die beste Lösung.
  • Kein Einkommen aber regelmäßige Überweisungen an Vermieter etc.? Auch hier ist das US-Konto die beste Lösung.
  • Kein Einkommen, keine Überweisungen? Das deutsche Konto dürfte ausreichend sein.

 

Die Wahl der US Bank

Die Wahl des US Kontos ist letztendlich eine Frage nach der Verfügbarkeit vor Ort, bzw. den eigenen Reiseplänen. Generell empfiehlt es sich natürlich, eine Bank mit möglichst weiter Verbreitung zu wählen, so dass Geldabheben auch auf Reisen durch die USA kostenlos bleibt. Jedoch auch die größten Amerikanischen Banken haben ‚blinde Flecken’ auf der Landkarte. Vor der Wahl der Bank sollte man sich deshalb erkundigen, welche Bankfilialen in der Zielstadt ansässig sind. Die beiden US Banken mit den meisten Filialen sind: die Bank of America und die Wells Fargo Bank mit jeweils über 5000 Niederlassungen. Ein Faktor, der ebenfalls eine Rolle spielt, ist, inwiefern die gewählte US Bank mit der eigenen Bank kooperiert.

 

In den USA Geld von einem Deutschen Konto abheben

Will man in den USA Geld von einem deutschen Konto abheben, so sollte man sich im Voraus unbedingt informieren, welche Gebühren am Amerikanischen Automaten anfallen, bzw. welche Amerikanische Bank mit der eigenen zusammenarbeitet. Aber Vorsicht! Auch innerhalb sogenannter Bankengruppen (z.B. Cash Group etc.) ist das Abheben von Geld bei einer Partnerbank häufig NICHT kostenlos. Bei einigen deutschen Banken gibt es Angebote, die eine limitierte Anzahl kostenloser weltweiter Abhebungen pro Jahr erlauben. Es empfiehlt sich aber in jedem Fall seltener größere Beträge abzuheben.

 

Geld auf ein US Konto überweisen

Gebühren fallen in den meisten Fällen auch an, wenn man sich ein US Konto zulegt und auf dieses von Deutschland aus Geld überweisen möchte. Auch hier gibt es manchmal Ausnahmen oder Vergünstigungen innerhalb von Bankgruppen, über die Regelungen und Bedingungen sollte man sich aber in jedem Fall vor der Abreise genauestens bei der eigenen Bank erkundigen. Es kann hier entweder von Vorteil sein ein- oder zweimal einen großen Betrag für eine festgesetzte Gebühr zu überweisen, oder aber, besonders wenn zwischen der eigenen Bank in Deutschland und der neuen in den USA kein Abkommen besteht, jeweils den Maximalbetrag abzuheben und das Geld dann wiederum auf das US Konto einzuzahlen.

 

 

2. Versicherung

Versicherung durch die US-Gastuniversität, bzw. das Austauschprogramm

Häufig schreibt entweder die Austauschorganisation, oder die US-Gastsuniversität vor, wie und bei welcher Krankenkasse man sich zu versichern hat, um an ihren Programmen teilzunehmen. Bei verpflichtenden universitätseigenen health insurance plans muss man sich dabei auf deutlich höhere Kosten gefasst machen, als man dies in Deutschland gewohnt ist.

Oft ist es allerdings möglich, die universitätseigenen Versicherung durch eine Deutsche Versicherungspolice zu ersetzen und damit von der Amerikanischen Universität einen sogenannten waiver zu erhalten. Um von der Uni-Versicherung befreit  zu werden, muss die Ersatzversicherung allerdings bis ins kleinste Detail alle vom College geforderten Leistungen voll abdecken. Da die Liste neben den in Deutschland üblichen Leistung, teilweise auch etwas exotischere Posten wie Zahnersatz, Drogenmissbrauch und Schwangerschaftsabbruch enthält, sollte man diese Liste vom College anfordern und bei der (Zusatz-)Versicherungssuche in Deutschland bereits parat haben. Nur wenn die deutsche Versicherung unterschreibt, dass sie all die von der US Universität geforderten Leistung einschließt, kann ein waiver eine Befreiung von der Pflichtversicherung des jeweiligen Colleges erfolgen.

Eine Option, sich von Deutschland aus zu versichern, bietet das Internationale Büro/Studienberatung USA der Fachhochschule Hannover, das für Studenten, Forscher und Praktikanten aus dem ganzen Bundesgebiet eine Auslandsgruppenversicherung in Zusammenarbeit mit der DKV Deutsche Krankenversicherung AG (vormals Victoria Versicherung) der ERGO Gruppe vermittelt.

Alle Informationen zu diesem Angebot finden Sie online unter www.victoria.de/partner/home/frameset.asp?partner=fhh

Beratung erhalten Sie unter folgender Adresse:
ERGO Victoria, Bezirksdirektion Koblenz    
August-Thyssen-Str. 23-25
56070 Koblenz
Tel. (0261) 130 02 36
Fax (0261) 130 02 99
E-mail: v341-gruppenpostfach(at)ergo.de

 

3. Steuern in den USA

Verdienst oder Stipendium unter 5000 Dollar im Kalenderjahr

Laut Artikel 20, Abs. 4 des Doppelbesteuerungsabkommens - U.S.-German Tax Treaty - sind Sie als deutscher Student von der amerikanischen Steuer befreit, wenn Ihr Praktikantenverdienst 5.000 Dollar für das Steuerjahr (=Kalenderjahr) nicht übersteigt. Um die Steuerbefreiung nach dem o.g. Abkommen geltend zu machen, muss Ihr Arbeitgeber beim Finanzamt (IRS) das IRS-Formular 8233 einreichen. Weitere Informationen zu diesem Thema unter:

Verdienst oder Stipendium von mehr als 5000 Dollar im Kalenderjahr

Verdienen Sie als Student oder Praktikant im Steuerjahr (=Kalenderjahr) mehr als 5000 Euro, so sind Sie verpflichtet in den USA Steuern zu bezahlen. Gerade an Universitäten, die entsprechende Stipendien oder Arbeitsverträge (z..B. als Teaching Assistent) vergeben, bieten das International Office in der Regel Hilfestellung bei der IRS Anmeldung zu Beginn des Aufenthalts und beim Ausfüllen der Papiere, wenn die Steuern fällig werden. Kommt eine solche Unterstützung bei der Vorbesprechung des Praktikums, bzw. im Infomaterial der Hochschule nicht zur Sprache, empfiehlt es sich nachzufragen, da eine korrekte Steuererklärung für einen reibungslosen Abschluss des USA Aufenthalts von großer Bedeutung ist.